Tauchen auf den Malediven ist ein ultimatives Erlebnis, denn fast alle Tauchgänge sind so genannte “drift dives”. Gleichsam wie in einem Naturfilm ziehen Korallen und die Fischschwärme an einem vorbei, ohne dass man sich dabei anstrengen muss.

Bei einlaufender Strömung können die Sichtweiten bis zu 50 Meter betragen. Bei diesen Bedingungen trifft man sehr oft Haie, während bei auslaufender Strömung  die Sicht zwar schlechter ist, aber dafür planktonhaltiges Wasser Mantas und andere Planktonfresser anzieht.

Auf den Malediven herrscht eine größere Artenvielfalt wie sonst nirgends auf der Welt. Neben den vielen kleinen Fischarten kann man Walhaie, Mantas, Schildkröten, Napoleonfische und Thunfische und viel mehr beobachten. Zu den farbenprächtigsten Fischen am Riff zählen die etwa 30 cm großen Kaiserfische. Aber auch der ziemlich gleich große Doktorfisch, der mit einem gelben Rand umgeben ist, und die farbenfrohen Schmetterlingsfische schweben schwerelos durchs Korallenmeer. Der schwarz-gelb gestreifte Wimpelfisch, der eine verlängerte Rückenflosse besitzt, schwimmt gerne in riesigen Schwärmen. Bei Seenadeln, Anglerfischen und bei den vielen hier lebenden Nacktschnecken muss man schon etwas genauer hinsehen.

Die wohl wichtigsten Unterwasserlebewesen auf den Malediven sind die Steinkorallen. Denn ihrer Fähigkeit, dem Meerwasser Mineralstoffe zu entziehen und Kalk abzuscheiden, verdanken die Malediven schlussendlich ihre Existenz. Mehr als 200 verschiedene Polypentypen beherrschen die Korallenblöcke. Ihre Bauwerke sind Futter und Unterstand für viele Fischarten. So eine Koralle wächst im Jahr zwischen 2 bis 10 cm, wobei dies von den Strömungsverhältnissen und vielem mehr abhängig ist. Aber auch andere niedrige Tiere, wie Schwämme, Horn- und Weichkorallen, Seefedern, Haar- und Schlangensterne sowie Lederkorallen bilden den Lebensraum Riff.

Alle Riffbewohnen leben in einer Symbiose friedlich nebeneinander und auch die Taucher werden als Gäste freundlich aufgenommen, sofern Sie sich an die Regeln halten und „Haus & Hof“ im Korallengarten nicht zusammentrampeln!