Wer ein Boot auf den Malediven bauen lässt, erlebt die Anwendung einer jahrhundertelangen nautischen Tradtion des Schiffsbaus, die auch in modernen Zeiten mit gutem Recht angewendet wird. Auf den Malediven gibt es keine Erze, daher ist der Einsatz von Stahl für den Bau von Booten kein Teil dieser Tradition.

Die folgenden Bilder vom Bau des Tauchsafari-Boots Nautilus Two zeigen, wie die Zimmerleute der maledivischen Wert aus Holz den Rumpf fügen:

Die Werft ist eine luftige Halle aus einer einfachen Holzkonstruktion. Sie bietet den Werftarbeitern ein wenig Schatten während der schweißtreibenden Arbeit.

Die Verbindungen der Bootselement werden traditionell mit Holznägeln gefügt. Das hat auch einen Grund: Der Holznagel quillt beim Kontakt mit dem Meerwasser auf und damit wird die Verbindung bombenfest. Rost oder Korrosion durch das Salzwasser sind natürlich damit auch kein Thema.

Hier schaut’s noch etwas unordentlich aus, aber man kann mit etwas Fantasie durchaus das Deck und die Zwischenschotts erkennen.Die Spanten, die die Form des Boots-Rumpfs bestimmen, sind gelegt, und die Außenhülle wird mit den Holznägeln daran befestigt.

Auf Flickr zeigen wir weitere Fotos von den Maldiven…